Als ich auf Mallorca ankam, war da sofort dieses vertraute Gefühl.

Ich kannte die Finca Sa Nau bereits von unserer Yogareise 2025 und hatte den mediterranen Garten, den Duft der Pflanzen, die kleinen Rückzugsorte, den Pool und diese besondere Ruhe noch sehr gut in Erinnerung. Als ich wieder dort stand, war mein erster Gedanke deshalb ziemlich klar: Ja. Hier sind wir genau richtig. Alles richtig gemacht.

Ich wusste, wie schön der Ort ist. Was ich nicht wissen konnte, war, was diese Woche mit uns machen würde, denn eine Yogareise lässt sich vorbereiten, aber nicht vollständig planen. Ich kann Themen setzen, Yogastunden entwickeln, Übungen auswählen und einen Rahmen schaffen. Was daraus entsteht, hängt immer auch von den Menschen ab, die mitkommen, von ihrer Offenheit, ihren Fragen und von dem, was sie gerade selbst mitbringen und deshalb ist jede RAUSZEIT anders.

Ein Ort, an dem man schnell aus dem Alltag herauskommt

Die Finca macht es einem leicht, anzukommen.

Der mediterrane Garten, das milde Klima, die vielen kleinen Plätze auf dem Gelände und die Möglichkeit, sich genauso gut zurückzuziehen wie zusammenzukommen, schaffen eine Atmosphäre, in der der Alltag ziemlich schnell weiter weg rückt.

Das war für unsere Woche genau richtig.

Denn wir hatten uns mit „7 Tage · 7 Chakras“ ein Thema vorgenommen, das weit über eine Reihe von Yogastunden hinausging. Jeder Tag bekam einen eigenen Schwerpunkt. Die Chakren dienten uns dabei als roter Faden und als Möglichkeit, unterschiedliche Themen des Lebens bewusster anzuschauen. Es ging um Stabilität und Lebensfreude, um Kraft und Verbindung, um Ausdruck, Wahrnehmung und Ruhe.

Dabei war mir wichtig, dass niemand etwas glauben muss. Für mich sind die Chakren vielmehr unterschiedliche Blickwinkel. Sie geben uns Fragen an die Hand, die wir mit in die Yogapraxis und genauso in den Alltag nehmen können. Und schon nach kurzer Zeit wurde deutlich: Dieselbe Frage kann bei jedem Menschen etwas völlig anderes auslösen.

Wenn aus einem Thema plötzlich ein persönlicher Spiegel wird

Besonders deutlich wurde das beim zweiten Chakra. Hier ging es unter anderem um Lebensfreude und darum, wie viel Raum wir ihr in unserem Leben tatsächlich geben. Für einige war genau dieser Gedanke überraschend intensiv. Es wurde spürbar, dass wir uns Freude durchaus selbst verwehren können, ohne es bewusst zu merken.

Das hat auch mich beschäftigt, denn das Leben darf Freude bereiten. Und trotzdem fällt es vielen offenbar leichter, Pflichten, Erwartungen und Verantwortungen Raum zu geben als den Dingen, die einfach guttun. Solche Erkenntnisse entstehen nicht, weil jemand eine Antwort vorgibt. Sie entstehen, wenn ein Thema plötzlich etwas berührt, das längst da war.

Genau das meine ich, wenn ich sage: Die Chakren haben in dieser Woche Spuren hinterlassen. Bei jedem an einer anderen Stelle.

Eine Yogastunde, nach der plötzlich etwas anders war

Einer der Momente, die mir besonders in Erinnerung bleiben werden, entstand in der Praxis zum sechsten Chakra. Wir übten bewusst langsam, konzentriert und gleichzeitig kraftvoll. Der Ujjayi-Atem begleitete uns durch die Stunde und gab der Praxis einen sehr klaren Rhythmus.

Nach der Einheit wirkte eine Teilnehmerin wie verändert. Nicht spektakulär im Sinne von „alles ist plötzlich anders“. Vielmehr war da eine Ruhe, eine Zentrierung, die vorher so nicht da gewesen war. Die entschleunigte, bewusste Praxis hatte ihr offenbar genau den Impuls gegeben, den sie in diesem Moment brauchte, um wieder mehr bei sich anzukommen.

Für mich sind das die Situationen, die man nicht herstellen kann. Man kann eine gute Stunde vorbereiten. Man kann Übungen sinnvoll aufeinander aufbauen und einen Schwerpunkt setzen. Was im einzelnen Menschen daraus entsteht, zeigt sich erst in der Praxis. Genau darin liegt für mich immer wieder die besondere Qualität von Yoga.

Die Gruppe wurde mit jedem Tag mehr zur Gruppe

Eine Yogareise besteht für mich aber nie nur aus den Stunden im Yogaraum. Mindestens genauso wichtig ist das, was dazwischen passiert. Beim Frühstück, beim Abendessen, bei Ausflügen, am Pool und in all den Gesprächen, die entstehen, wenn Menschen mehr Zeit miteinander verbringen als im normalen Alltag. Die Gruppe auf Mallorca war sehr unterschiedlich. Gerade deshalb fand ich es schön zu beobachten, wie sich die Menschen von Tag zu Tag mehr angenähert haben. Es wurde mehr gesprochen, mehr geteilt, mehr gelacht. Aus anfänglichem Kennenlernen entstand Vertrauen. Unterschiedliche Charaktere lernten sich zu schätzen, und mit der Zeit entwickelte sich eine Nähe, die sich nicht erzwingen lässt.

Verbindung entsteht nicht auf Kommando. Man kann nur die Bedingungen schaffen, unter denen sie wachsen dürfen und das ist in dieser Woche sehr schön passiert.

Mallorca fand auch jenseits der Yogamatte statt

Natürlich gehörte auch die Insel selbst zu dieser Reise. Ein Ausflug führte uns von der Cala Santanyí zur Cala Figuera. Gemeinsam unterwegs zu sein, die Landschaft zu erleben, sich zu bewegen und Zeit miteinander zu verbringen, war ein genauso wichtiger Teil der Woche wie die Praxis im Yogaraum.

Und dann war da Silvia, unsere Küchenfee. Ihre Gerichte waren nicht einfach nur Verpflegung zwischen zwei Programmpunkten. Die gemeinsamen Mahlzeiten gehörten zu den Momenten, in denen die Gruppe zusammenkam, Gespräche weitergingen und der Tag nachwirken durfte.

Gutes Essen, Bewegung, Gespräche, Natur, Rückzug und gemeinsames Erleben gehören für mich zu einer Yogareise zusammen. Eine RAUSZEIT soll nicht möglichst voll sein. Sie soll Raum geben.

„Diesen Tritt in den Hintern habe ich gebraucht.“

Eine Rückmeldung ist mir besonders hängen geblieben. Eine Teilnehmerin bedankte sich für mein beharrliches Dranbleiben während der Praxis und sagte sinngemäß: „Diesen Tritt in den Hintern habe ich gebraucht, um voranzukommen und den Wandel zu vollziehen. Und nun arbeitet es in mir.“ Ich musste darüber schmunzeln – und gleichzeitig steckt darin sehr viel von dem, was Yoga für mich ausmacht.

Yoga ist nicht nur entspannen, loslassen und alles so lassen, wie es gerade ist. Yoga darf auch fordern. Es darf uns zeigen, wo wir ausweichen, wo wir uns selbst begrenzen oder wo wir längst wissen, dass Veränderung gut wäre, aber trotzdem lieber im Gewohnten bleiben.

Dabei geht es nicht darum, jemanden zu überfordern. Es geht darum, aufmerksam genug zu sein, um zu erkennen, wann ein Mensch Ruhe braucht – und wann ein kleiner Schubs genau der richtige Impuls ist.

Was ich selbst aus dieser Woche mitnehme

Auch ich gehe aus einer solchen Woche nicht genauso heraus, wie ich hineingegangen bin. Jede Gruppe lehrt mich etwas Neues. Jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen, Fragen und Erfahrungen mit. Eine Übung, die bei einem Teilnehmer genau den richtigen Impuls setzt, kann bei jemand anderem etwas völlig anderes auslösen. Das hält mich wach.

Es bringt mich auf neue Ideen für Yogastunden, Workshops und kommende Reisen. Es erinnert mich immer wieder daran, dass Yoga nicht darin besteht, ein fertiges Konzept über Menschen zu legen. Es geht darum, hinzusehen, zuzuhören und Bewegungen und Themen so zu vermitteln, dass daraus etwas Eigenes entstehen kann.

Dafür bin ich sehr dankbar. Wenn ich diese Woche dennoch auf einen kurzen Satz bringen müsste, dann wäre es: Die Chakras wirken. Nicht, weil sie bei jedem Menschen dasselbe auslösen, sondern weil sie Fragen öffnen und Themen sichtbar machen können, die im Alltag leicht untergehen.

Und wie fühlt sich eine Yogaleicht-RAUSZEIT an?

Schwer in einen Satz zu packen. 

Sie ist Yoga, aber nicht nur Yoga. Sie ist Bewegung, aber ebenso Ruhe. Sie ist Gemeinschaft, ohne dass man jede Minute gemeinsam verbringen muss. Sie gibt Impulse, ohne vorzuschreiben, was daraus entstehen soll. Und sie schafft etwas, das im Alltag oft knapp ist: Zeit, Abstand und die Möglichkeit, genauer hinzuspüren.

Wenn du überlegst, ob so eine Reise etwas für dich sein könnte, ist meine Antwort deshalb ziemlich einfach: Tu es.

Nicht, weil du danach ein anderer Mensch sein musst, weil eine Woche Abstand, Bewegung, neue Gedanken und echte Begegnungen etwas in Bewegung bringen kann und vielleicht denkst du danach tatsächlich: Warum habe ich mir so eine RAUSZEIT nicht schon früher gegönnt? Denn vieles von dem, was in einer solchen Woche beginnt, endet nicht mit der letzten Yogastunde.

Es arbeitet weiter.

Lust auf deine eigene Yogaleicht-RAUSZEIT?

Wenn du dir selbst einmal Zeit für Yoga, Bewegung, Natur, neue Impulse und echte Erholung schenken möchtest, findest du bei Yogaleicht verschiedene Retreats und Yogareisen für 2027. Jede Reise hat ihren eigenen Schwerpunkt, ihren eigenen Ort und ihre eigene Atmosphäre. Gemeinsam ist ihnen der Raum, den sie schaffen: zum Ankommen, Bewegen, Austauschen und Auftanken.

Entdecke die kommenden Yogaleicht-RAUSZEITEN und finde die Reise, die zu dir passt.

Kleine Impulse. Neue Termine. Echte Auszeiten.

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